Betz, GesineGesineBetz2024-11-192024-11-1920191862-005110.24451/arbor.16812https://doi.org/10.24451/arbor.16812https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/40312Wie lassen sich die geöffneten Klebeverbindungen eines bemalten dreidimensionalen Objektes aus Kunststoff wieder fügen? Aus welchem transparenten, harten Kunststoff besteht der Träger des „Haubenbildes“ von Pia Linz und mit welchem Klebstoff ist die Haube gefügt worden? Diese Fragen standen am Anfang der Restaurierungsmaßnahmen an einem bemalten Kunststoffobjekt von 1997 aus der Werkreihe der sogenannten Haubenbilder, das sich mit vier weiteren Werken derselben Serie im Bestand des Hessischen Landesmuseums Darmstadt befindet. Durch die Korrespondenz mit der Künstlerin konnte geklärt werden, dass der Objektträger in Form eines Quaders aus transparenten Polystyrolplatten besteht und stumpf mit einem Cyanacrylatklebstoff, bekannt als Sekundenkleber, gefügt worden ist. Die Malerei in Acryltechnik war im Inneren des transparenten Kastens aufgetragen worden, ähnlich dem Verfahren der Hinterglasmalerei. Die Fugen des Quaders hatten sich infolge von Degradation des Klebstoffes partiell geöffnet, sodass die Konstruktion des „Haubenbildes“ instabil war. Im vorliegenden Beitrag werden die konservatorischen Anforderungen an den für die Restaurierung verwendeten Klebstoff aufgezeigt und anschließend die durchgeführten Maßnahmen dargestellt.dePolystyrolCyanacrylatFügenKlebenPia LinzNBNXFügen eines "Haubenbildes" aus Polystyrol der Künstlerin Pia Linz-article