Flepp, GianlucaGianlucaFleppGrünig, DominicDominicGrünigWirth, StefanieStefanieWirthJenzer Althaus, JolandaJolandaJenzer Althaus2026-01-072026-01-072025-12-01https://doi.org/10.24451/arbor.12666https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/46288Die vorliegende Studie untersucht die hydrologischen Auswirkungen von Biberdämmen und deren künstlichen Nachbildungen (Beaver Dam Analogs, BDAs) auf Grundwasser- und Landschaftswasserhaushalt. Biber gelten als Ökosystemingenieure, da sie durch Aufstau von Fliessgewässern Infiltration, Grundwasserneubildung und den hyporheischen Austausch fördern. Dadurch werden Grundwasserspiegel angehoben, Grundwasserrückhaltevolumina mobilisiert und die Klimaresilienz erhöht. Feldversuche aus anderen Studien zeigen, dass Biberdämme zu einer deutlichen Erweiterung der hyporheischen Zone, einer erhöhten Wasserspeicherung in Boden und Grundwasser sowie zu ausgeglicheneren Abflussregimen führen. Auch in Trockenzeiten wirken sie stabilisierend auf Basisabflüsse, während Hochwasserspitzen gedämpft werden. Im Wasserbaulabor der Berner Fachhochschule konnte mithilfe eines physikalischen Modells gezeigt werden, dass infolge Einbaus eines BDAs der Grundwasserspiegel stromaufwärts des BDAs um bis zu 72 cm (naturmassstäblich) anstieg und das Rückhaltevolumen im Grundwasser ca. 2,5-mal grösser war als im Oberflächenwasser. Zudem wurde eine Uferspeicherung nachgewiesen: infiltriertes Wasser wird seitlich verlagert und stromabwärts verzögert wieder abgegeben. Die Ergebnisse belegen die grosse Bedeutung von Biberdämmen und BDAs für Wasserrückhalt und Landschaftsrehydrierung. Dennoch sind die Effekte stark standortabhängig, weshalb systematische Langzeitstudien notwendig bleiben.deWasserrückhalt durch künstliche Biberdämme (BDAs) nachgewiesenarticle