Schmidt, YvonneYvonneSchmidtMühlemann, NinaNinaMühlemannWidmer, CelestinaCelestinaWidmerStock, RobertMeier zu Verl, ChristianSahinol, MerlikeSpöhrer, MarkusVolmar, AxelWagenknecht, AndreasWiechern, Anna-Lena2026-01-132026-01-132025Yvonne Schmidt, Mühlemann Nina and Celestina Widmer. “Aesthetics of Access: Für ein multimediales und transformatives Medienverständnis.” Dis/Ability und digitale Medien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Technologien, Praktiken und Zugänglichkeiten, edited by Robert Stock et al., Springer VS, 2025, pp. 259–278.978-3-658-46723-4https://doi.org/10.24451/arbor.1275510.1007/978-3-658-46724-1_10978-3-658-46724-1https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/46407Die Covid-19-Pandemie verursachte einen Digitalisierungsschub im Theater, der neue digitale oder hybride Formate unter Einsatz digitaler Kommunikationsplattformen hervorbrachte. Die Produktion No Limit (2020) von Angela Alves in Co-Produktion mit den Sophiensaelen und der Schaubühne Lindenfels stellt eine Pionierarbeit von und mit behinderten und Tauben Performer*innen dar, die bereits im Probenprozess während des Lockdowns im Frühjahr 2020 in den digitalen Raum übersetzt wurde (Wie insbesondere in selbstbestimmten Kontexten von Tauben Menschen häufig gebräuchlich, nutzen wir die Formulierung „behinderte und Taube Performer*innen“, da sich Taube Menschen als kulturelle Minderheit mit eigener Sprache verstehen, nicht (primär) als Teil der Behindertenkultur (Jones 2002, S. 58).). Der Beitrag diskutiert anhand einer Analyse von No Limit, inwiefern mobile Technologien als unterstützende Strukturen (Hargrave 2015) einerseits neue Ästhetiken im Sinne einer aesthetics of access hervorbrachten und andererseits ableistische Strukturen im Theater aufzeigten, destabilisierten und aufbrachen. Dabei erweitern wir Gili Hammers Konzept der verkörperten Übersetzung (2021), das Übersetzungsprozesse in Probenprozessen inklusiver Tanzproduktionen beschreibt, um Produktionsprozesse im digitalen Raum. Gleichzeitig muss kritisch hinterfragt werden, inwiefern neue Technologien automatisch eine Barrierefreiheit für behinderte Theaterschaffende fördern. Vielmehr zeigt sich die ambivalente Position, die behinderte Künstler*innen in der Pandemie einnehmen – als Expert*innen für einen alternativen Umgang mit (Im-)Mobilität, die gleichzeitig teilweise im Kontext einer digitalen Kluft mit erhöhten Barrieren konfrontiert sind.dePN2000Aesthetics of Access: Für ein multimediales und transformatives Medienverständnisbook_section