Renken, ArnoArnoRenkenvon Arburg, Hans-GeorgStauffer, Marie Theres2024-11-192024-11-1920121439-436710.24451/arbor.11570https://doi.org/10.24451/arbor.11570https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/31740Arno Renken nähert sich dem Phänomen der Kippfigur unter der Perspektive des Übersetzens. Ausgehend von Aussagen Rilkes, der am Übersetzen die Einheit und den gleichzeitigen Zwiespalt zwischen natürlichen Sprachen problematisiert, stellt Renken am Beispiel von Rilkes Gedicht Gong (1925) und dessen Übersetzungen durch Philippe Jaccottet und Jean-Yves Masson das Übersetzen auf den Prüfstand von (kultureller) Semantik, Grammatik und Phonetik. Hier erweist sich das Gedicht, ja das Dichten überhaupt als eine Arbeit in Versionen: in Um-Wendungen oder Um-Kehrungen an Extrempunkten der Lektüre – sei es eines Textes in verschiedenen Übersetzungen oder, geschult an der Aufgabe des Übersetzens, eines Textes in verschiedenen einsprachigen Lesarten –, die aus einem einzigen und einmaligen Opus eine in sich differente und notwendigerweise wiederholbare Operation machen. Die Schlusswendung des Gong verrät dessen reflexive ‚Natur‘. Und im magischen „Gong“, der Rilkes Gedicht zwischen Titel und Schlusswort umklammert, befreien die französischen Übersetzungsversionen den Text und die Sprache überhaupt zum unendlich variablen Klangspiel zwischen „ô“ und „āng“.frTraduction Traductologie Poésie Rilke Pluralité des languesPNPN0080PN0441PTPlus de ‘Gong’. Lectures versées et inversées d’un poème de Rilke et de ses traductions (Jaccottet, Masson)-article