Chiapparini, EmanuelaEmanuelaChiappariniScholian, AndreaAndreaScholianKappler, ChristaChristaKapplerSchuler, PatriciaPatriciaSchulerSchilling, ElisabethO'Neill, Maggie2024-11-192024-11-192020978-3-658-31251-010.24451/arbor.11661https://doi.org/10.24451/arbor.11661https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/41610Im Zuge des Ausbaus von Tagesschulen in der Schweiz findet eine Verlagerung der Freizeit in den Schulkontext statt. Schüler*innen sind während der Mittagszeit und im Anschluss an den Nachmittagsunterricht in der Schule vermehrt anwesend. Durch die ausgedehnte Freizeit im institutionellen Kontext eröffnet sich die Möglichkeit, das schulische Bildungsverständnis zu erweitern (Chiapparini, Kappler & Schuler 2018). Dieses war bisher fast ausschließlich auf den Unterricht fokussiert und ist nun vermehrt auf politische und moralische Persönlichkeitsbildung (Scherr, 2008; Mansel & Hurrelmann 2003) auszuweiten. Gleichzeitig nimmt die Befürchtung der Scholarisierung der Freizeit (Fölling-Albers 2000) zu und der Zweifel, ob mit mehr Zeit in der Schule tatsächlich „mehr“ Bildung stattfindet (Idel, Reh & Fritzsche 2009). Vor dem Hintergrund dieses Spannungsfeldes stellt sich vorerst die Frage, inwiefern Schüler*innen die verlängerte Schulzeit und die darin stattfindende institutionalisierte Freizeit wahrnehmen und gestalten. Daran anschließend ist die Bedeutsamkeit einer erweiterten Freizeit in der Schule aus der Perspektive der sozialpädagogischen Fachkräfte, der Lehrkräfte und der Eltern zu klären. Hierzu bildet das im Rahmen des Schweizerischen Nationalfonds geförderte Forschungsprojekt zu pädagogischen Zuständigkeiten an Tagesschulen in Zürich die geeignete Datengrundlage. Es werden im Beitrag die methodologischen und methodischen Reflexionen zur Erfassung der erweiterten und institutionalisierten Zeit und des Freizeitbegriffs im Schulkontext und deren Bedeutsamkeit vorgestellt und anhand von Befunden der beteiligten Personengruppen in Tagesschulen diskutiert.As part of the expansion of all-day schools in Switzerland, leisure time is being shifted to the school context. Pupils are increasingly present at school during lunchtime and in the afternoons. The extensive leisure time in the institutional context opens up the possibility of expanding the school's understanding of education (Chiapparini, Kappler & Schuler 2018). Until now, this was almost exclusively focused on teaching and is now to be expanded to include political and moral personality development (Scherr, 2008; Mansel & Hurrelmann 2003). At the same time, fears of the scholarization of leisure time are growing (Fölling-Albers 2000) and doubts as to whether more time in school will actually lead to more formal education (Idel, Reh & Fritzsche 2009). In view of these contrasting contexts, the main question that arises is how pupils perceive and shape the extended school time and the institutionalized leisure time that takes place in it. Subsequently, the significance of extended leisure time at school must be clarified from the perspective of socio-educational specialists, teachers and parents. The research project on pedagogical responsibilities at day schools in Zurich, which is funded by the Swiss National Science Foundation (SNSF), provides a suitable data basis for this purpose. The contribution presents the methods and the methodological reflections on researching extended and institutionalized time as well as the concept and significance of “leisure” in the school context. Using the findings of the study, the paper discusses the research approach.deH1HNL1Erweiterte institutionalisierte Freizeit an Tagesschulen und ambivalente Bedeutsamkeit aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern, sozialpädagogischen Fachkräften, Lehrkräften und Eltern-book_section