Röösli, RahelRahelRöösliSoom Ammann, EvaEvaSoom Ammann2024-11-192024-11-1920212414-688910.24451/arbor.18375https://doi.org/10.24451/arbor.18375https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/43612Fachkräftemangel und Zeitdruck im Pflegealltag zwingen dazu, pflegerische Tätigkeiten zu rationieren. Dabei kommen die Bedürfnisse von Heimbewohner*innen sowie die Achtung ihrer Lebenswelt häufig zu kurz, und sie werden in ihrer Selbständigkeit wenig unterstützt. Sechs qualitativ-narrative Interviews mit Bewohner*innen aus zwei Seniorenheimen wurden in Anlehnung an die interpretative phänomenologische Analyse aus-gewertet. Die Analyse zeigt, dass Bewohner*innen im Seniorenheim meist eine grosse Veränderung ihrer vorab gewohnten Lebenswelt erleben. Bewohner*innen sind in ihren heimspezifischen Lebenswelten vermehrt auf die Hilfe der Pflegenden angewiesen und somit stärker von den Strukturen des Heims abhängig, der Heimalltag bestimmt ihre Lebenswelten bis zu einem gewissen Grad. Die Möglichkeit, den Alltag und die Lebenswelt selbst zu gestalten und die Unabhängigkeit von der Pflege sind den Bewohner*innen jedoch sehr wichtig. Deshalb ist es für sie zentral, ihre Selbständigkeit zu er-halten. Bewohner*innen sind bestrebt, eine Kontinuität der für sie gewohnten Aktivitäten und täglichen Routinen zu wahren und ihre Lebenswelt entsprechend ihrer Vorlie-ben zu gestalten. Dies hilft ihnen, sich in den Strukturen des Heimes aufgehoben und sicher zu fühlen und eine Vorhersehbarkeit im Alltag zu erleben.deDie Lebenswelt von Bewohner*innen in Seniorenheimen-article