Richter, DirkDirkRichter2024-11-192024-11-1920040937-289X10.1055https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/30387Hintergrund: Trotz der theoretischen und methodischen Probleme wird auch in der Psychiatrie der Bedarf nach Indikatoren für die Qualität der Versorgung unübersehbar. Politik, Versorgungsplanung und Kostenträger benötigen Routinedaten über die Leistung der psychiatrischen Versorgung. Methode: Der Artikel liefert eine narrative Übersicht über den Stand der Literatur über Qualitätsindikatoren für die psychiatrische Versorgung. Ergebnisse: Die Auswahl von Qualitätsindikatoren muss kriteriengeleitet erfolgen. Sowohl die verschiedenen Dimensionen der Behandlung (Struktur, Prozess, Ergebnis) als auch die verschiedenen Perspektiven (Behandler, Nutzer) sind abzubilden. Weiterhin ist insbesondere das Kriterium der Beeinflussbarkeit durch die Versorgungseinrichtung zu beachten. Hinsichtlich methodischer Aspekte ist vor allem eine adäquate Risikoadjustierung und faire Ergebnisdarstellung gefordert. Darüber hinaus sind für spezielle Indikatoren jeweils besondere methodische Probleme zu berücksichtigen. Weiterhin ist die organisatorische Einbindung der Qualitätsdaten zur Verbesserung der Versorgungsqualität von wesentlicher Bedeutung. Schlussfolgerungen: Die Auswahl der Qualitätsindikatoren bedarf einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und methodischen Problemen. Unter Berücksichtigung methodischer und technischer Einschränkungen ist die Qualität der psychiatrischen Versorgung prinzipiell messbar und vergleichbar.deQualitätsindikatoren für die psychiatrische Versorgung - Eine Übersicht über Kriterien, Methoden und Probleme-article