Bacciagaluppi, ClaudioClaudioBacciagaluppiMeidhof, NathalieNathalieMeidhofRoberts, ClaireClaireRobertsZirwes, StephanStephanZirwesRamos Regino, Luis AntonioLuis AntonioRamos ReginoLehner, MichaelMichaelLehner2024-11-192024-11-192019-10-06https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/40273Eine epochale Wende fand zur Zeit der Institutionalisierung von öffentlichen und privaten professionellen Musikschulen während des langen 19. Jahrhunderts statt. Da Gehörbildung zu den elementaren Grundlagen der Musikausbildung zählt, wurde sie zum Teil vor dem Anfang eines Studiums am Konservatorium erlernt. Weil sie zudem grösstenteils nicht-verbale Fähigkeiten vermittelt, entwickelte sie keinen ausgearbeiteten theoretischen Rahmen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass Inhalte des heutigen Fachs Gehörbildung innerhalb von anderen Unterrichtsformaten ihren Platz fanden. Eine Folge daraus ist, dass die Gehörbildung im deutschsprachigen Raum erst gegen Ende dieser Zeit als selbständiges Fach definiert wurde. Dies gilt selbst für die romanischen Länder, wo der verwandte, aber nicht deckungsgleiche Fach solfeggio, solfège oder solfeo bereits eine lange Tradition aufweisen konnte. So zeigt sich gerade auch in der Art der Hörerziehung das viel besprochene Spannungsfeld zwischen Musikausbildung innerhalb und ausserhalb der Konservatorien. Die vier Teilnehmenden am Panel werden kurze Fallstudien zur Geschichte der Gehörbildung aus ihrem jeweiligen Forschungsbereich vorstellendeM1MTVerortung und Geschichte der Gehörbildung im 19. Jahrhundert zwischen Laienausbildung und Konservatorium (Panel mit 4 Beiträge und Podiumsdiskussion)-conference_item