Bähler, GabyGabyBählerLuginbühl, HelenaHelenaLuginbühlZuber, StefanStefanZuberBlasimann Schwarz, AngelaAngelaBlasimann SchwarzKönig, IreneIreneKönig2026-01-152026-01-152025-121860-3092https://doi.org/10.24451/arbor.1279010.1055/a-2527-8074https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/46452Hintergrund Entrustable Professional Activities sind typische berufsspezifische Aktivitäten, die Studierenden anvertraut werden können, sobald sie den erforderlichen Selbständigkeitsgrad erreicht haben. Sie dienen dazu, die Lücke zwischen Kompetenzen und professionellem Handeln zu schließen. Obwohl Entrustable Professional Activities in der Schweiz bereits in der Medizin implementiert wurden, sind sie in der Physiotherapie noch kaum bekannt. Ein Pilotprojekt an der Berner Fachhochschule hat im Jahr 2023 Prototypen im muskuloskelettalen Fachbereich speziell für die Praxisausbildung von Studierenden des Bachelor of Science Physiotherapie entwickelt. Ziel Untersuchung der Validität der Prototypen sowie die Erforschung der Umsetzbarkeit des Konzepts für die Physiotherapie. Methode Für die Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein Mixed-Method-Ansatz gewählt. Die quantitative Validierung der Prototypen erfolgte mit dem Fragebogen „EQual Rubric for EPAs“. Im qualitativen Teil wurden in Fokusgruppen Fragen zur Umsetzbarkeit und den Bedürfnissen zukünftiger Nutzer*innen diskutiert und mittels Knowledge Mapping ausgewertet. Ergebnisse Quantitativ: 7 Expert*innen aus der Physiotherapie füllten den Fragebogen aus, es wurden 3 Fokusgruppen mit insgesamt 20 Teilnehmenden durchgeführt. Die Auswertung der Validierungsfragebögen zeigt einen Mittelwert über alle Prototypen von 4,42 von max. 5 Punkten. Mit Ausnahme der Aktivität „Patientenmanagement“ (3,96 Punkte) liegen alle Werte über dem a priori festgelegten Schwellenwert eines erfüllten Qualitätsanspruchs von 4,07 Punkten. Die Übereinstimmung bei der Bewertung unter den Teilnehmenden kann mit einem Intraklassen-Korrelationskoeffizienten von 0,77 (95 %-Konfidenzintervall = 0,07–0,83) als gut bewertet werden. Qualitativ: Ausgehend von den 4 Hauptthemen „Entrustable Professional Activities in der klinischen Ausbildung von Studierenden“, „Beurteilung der Prototypen“, „Gliederung Entscheidungsbaum“ und „Portfolio“ wurden 15 Subkategorien identifiziert. Schlussfolgerungen Die Prototypen und ihre Beschreibungen können als Grundlage für die zukünftige Weiterentwicklung dienen. Die Ergebnisse zeigen potenzielle Vorteile für die klinische Ausbildung von Studierenden, vorausgesetzt die Bedürfnisse der zukünftigen Anwender*innen werden berücksichtigt.deentrustable professional activitiesphysiotherapyclinical educationstudentsEntrustable Professional Activities für die Physiotherapie: Mixed-Method-Studie zur Validierung von PrototypenEntrustable Professional Activities for Physiotherapy: A Mixed-methods Study for Prototype Validationarticle