Dick, LeopoldLeopoldDick2024-11-192024-11-192021-09-1810.24451/arbor.15568https://doi.org/10.24451/arbor.15568https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/42900Mit der Wilhelm Tell-Sage dekonstruiert die Komposition den womöglich wirkmächtigsten, wenn auch mittlerweile zum Klischee abgesunkenen Mythos der Schweiz. Einige ikonische Wort/Ton/Bild-Sequenzen aus den bekanntesten Ausformungen des Stoffs werden aus ihrem gewohnten Zusammenhang gelöst und auf verfremdende Weise neu arrangiert. Das Stück erzählt die Geschichte Tells dabei nicht linear nach, sondern montiert ihre berühmtesten Motive gleichsam windschief aneinander und lässt sie dabei unverbraucht und in neuem Licht erscheinen. Hinter der spielerisch-surrealen Klangrevue mit ironischen Spitzlichtern verbirgt sich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Frage, welche Art von musiktheatraler Selbstvergewisserung jenseits von klassischer Nationaloper und populärem Festspiel unserer Zeit und unserer Gesellschaft noch angemessen sein könnte.deuNeue MusikChorMythosWir-BewusstseinM1Grand Opéra Tell. Eine klangszenische Phantasmagorie-music