White Suburbia. Tempura
Version
Published
Date Issued
2024-04-10
Author(s)
Andi Schoon
Type
Book
Language
German
Subjects
Abstract
White Suburbia ist eine Spurensuche in und um Kapstadt. Wir sitzen in einer Villa am Ost- hang des Tafelbergs, probieren Napoleons Dessertwein, analysieren Songtexte einer Indie- Band, treffen einen calvinistischen Bäckermeister – und starren auf ein paar Fotos aus dem Familienalbum. Im Essay deuten sich vier Erzählungen an. Sie folgen im Anschluss unter dem Titel Tempura. Tempura, das sind frittierte Häppchen. Ehemals aß man in den vierzig Tagen vor Ostern ‚Tempora‘, also die Zeit selbst. In Japan wurde das Gericht derart verfei- nert, dass Roland Barthes schrieb, es habe «zur Hülle allein die Zeit, die ihr Festigkeit ver- leiht». Die Farbe der Speisen wird vom Teigmantel kaum verdeckt. Wir folgen in diesen Er- zählungen Personen durch die Begegnungszonen der Zeitgeschichte. Was in ihnen verbor- gen ist, lässt sich jederzeit erahnen. Und die Orte, an denen sie sich aufhalten, sind von einer so dünnen Zeitschicht überzogen, dass Wiederholung und Differenz sichtbar werden.
Subjects
M Music
Series/Report No.
curatorbooks; 012
Organization
y institut
Publisher
Edition Taberna Kritika
Submitter
SchoonA
Citation apa
Andi Schoon. (2024). White Suburbia. Tempura. Edition Taberna Kritika. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/44593
Note
White Suburbia ist eine Spurensuche in und um Kapstadt. Wir sitzen in einer Villa am Ost- hang des Tafelbergs, probieren Napoleons Dessertwein, analysieren Songtexte einer Indie- Band, treffen einen calvinistischen Bäckermeister – und starren auf ein paar Fotos aus dem Familienalbum. Im Essay deuten sich vier Erzählungen an. Sie folgen im Anschluss unter dem Titel Tempura. Tempura, das sind frittierte Häppchen. Ehemals aß man in den vierzig Tagen vor Ostern ‚Tempora‘, also die Zeit selbst. In Japan wurde das Gericht derart verfei- nert, dass Roland Barthes schrieb, es habe «zur Hülle allein die Zeit, die ihr Festigkeit ver- leiht». Die Farbe der Speisen wird vom Teigmantel kaum verdeckt. Wir folgen in diesen Er- zählungen Personen durch die Begegnungszonen der Zeitgeschichte. Was in ihnen verbor- gen ist, lässt sich jederzeit erahnen. Und die Orte, an denen sie sich aufhalten, sind von einer so dünnen Zeitschicht überzogen, dass Wiederholung und Differenz sichtbar werden.
