Wie sich die Kodierung der Mangelernährung auf den Krankenhauserlös auswirkt
Version
Published
Date Issued
2024
Author(s)
Type
Article
Language
German
Abstract
Einleitung: Die Prävalenz der nicht näher bezeichneten Energie- und Eiweissmangelernährung (E46) ist in der Schweiz seit einigen Jahren stabil hoch, obwohl E46 keinen Einfluss mehr auf die Fallpauschale hat. Wenn E46 dokumentiert wird, erfolgt eine Behandlung der Mangelernährung, die jedoch nicht zusätzlich vergütet werden kann.
Methode: In dieser retrospektiven ökonomischen Evaluation wurde eine hypothetische Umkodierung von E46-Fällen (N=14'889) aus der medizinischen Statistik der Krankenhäuser 2020 durchgeführt. Die E46-Diagnosen wurden anhand von vier Szenarien, einschliesslich einer Umkodierung mittels multipler Imputation, in spezifizierte Mangelernährungsdiagnosen umgewandelt. Für jedes Szenario und mehreren Subgruppen wurden die Veränderungen des Gesamterlöses und des durchschnittlichen Erlöses berechnet.
Ergebnisse: Durch die Umkodierung stieg der Gesamterlös um CHF 10.9 Mio. (E43), CHF 6.0 Mio. (E44.0), CHF 0 (E44.1) und CHF 6.1 Mio. (Mix). Der durchschnittliche Erlös pro Fall stieg um CHF 732 (E43), CHF 404 (E44.0), CHF 0 (E44.1) und CHF 407 (Mix) an. In den meisten Subgruppen wurde eine Zunahme des durchschnittlichen Erlöses festgestellt.
Diskussion: Durch eine korrekte Durchführung und Abbildung der Kriterien für die Kodierung der Energie- und Eiweissmangelernährung gemäss CH Kodierrichtlinie Die Spezifizierung der Mangelernährung anstelle von E46 im Jahr 2020 hätte zu einer relevanten Zunahme der Spitalerlöse führen können. Um eine zukünftige Reduktion der E46-Codierung zu erreichen, ist eine systematische Implementierung und Durchführung des Nutritional Risk Screenings 2002 erforderlich.
Methode: In dieser retrospektiven ökonomischen Evaluation wurde eine hypothetische Umkodierung von E46-Fällen (N=14'889) aus der medizinischen Statistik der Krankenhäuser 2020 durchgeführt. Die E46-Diagnosen wurden anhand von vier Szenarien, einschliesslich einer Umkodierung mittels multipler Imputation, in spezifizierte Mangelernährungsdiagnosen umgewandelt. Für jedes Szenario und mehreren Subgruppen wurden die Veränderungen des Gesamterlöses und des durchschnittlichen Erlöses berechnet.
Ergebnisse: Durch die Umkodierung stieg der Gesamterlös um CHF 10.9 Mio. (E43), CHF 6.0 Mio. (E44.0), CHF 0 (E44.1) und CHF 6.1 Mio. (Mix). Der durchschnittliche Erlös pro Fall stieg um CHF 732 (E43), CHF 404 (E44.0), CHF 0 (E44.1) und CHF 407 (Mix) an. In den meisten Subgruppen wurde eine Zunahme des durchschnittlichen Erlöses festgestellt.
Diskussion: Durch eine korrekte Durchführung und Abbildung der Kriterien für die Kodierung der Energie- und Eiweissmangelernährung gemäss CH Kodierrichtlinie Die Spezifizierung der Mangelernährung anstelle von E46 im Jahr 2020 hätte zu einer relevanten Zunahme der Spitalerlöse führen können. Um eine zukünftige Reduktion der E46-Codierung zu erreichen, ist eine systematische Implementierung und Durchführung des Nutritional Risk Screenings 2002 erforderlich.
Publisher DOI
Journal or Serie
Aktuelle Ernährungsmedizin
ISSN
0341-0501
Organization
Volume
49
Issue
03
Publisher
Georg Thieme Verlag
Submitter
TriboletP
Citation apa
Vonzun, N., Tribolet, P., & Minery, K. (2024). Wie sich die Kodierung der Mangelernährung auf den Krankenhauserlös auswirkt (Vol. 49, Issue 03). Georg Thieme Verlag. https://doi.org/10.24451/dspace/11565
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Wie sich die Kodierung der Mangelernährung auf den Krankenhauserlös auswirkt 2024.pdf
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