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  4. Adoptiveltern und ihr Umgang mit Rassismus in der Gesellschaft
 

Adoptiveltern und ihr Umgang mit Rassismus in der Gesellschaft

URI
https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/44613
Version
Published
Date Issued
2024
Author(s)
Gautschi, Nadine  
Editor(s)
Abraham, Andrea  
Bitter, Sabine
Kesselring, Rita
Type
Book Chapter
Language
German
Abstract
Dieser Beitrag befasst sich damit, wie sich die gesellschaftliche Tabuisierung von race in der Schweiz in den Erzählungen von weissen Adoptiveltern indischer Kinder of color ausdrückt. Das Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die gesellschaftliche Tabuisierung von race auf weisse Adoptiveltern von Kindern of color einwirkt und inwiefern sie dieses Sprechverbot übernehmen oder damit brechen. Dazu wurden 13 Interviews mit Adoptiveltern analysiert. Die Ergebnisse verdeutlichen das Spannungsfeld, das die Tabuisierung von race für die Adoptiveltern erzeugen kann. Im Bemühen, ihren Adoptivkindern Normalität und Zugehörigkeit zu vermitteln, blenden sie die Hautfarbe ihrer Adoptivkinder und deren Bedeutung weitgehend aus. Auf der anderen Seite beschreiben sie miterlebte rassistische Erfahrungen gegen ihre Adoptivkinder, benennen diese aber kaum als solche, und stellen sie als Ausnahme dar. Gleichzeitig intervenieren sie bei rassistischen Vorfällen und ermutigen ihre Kinder in unterschiedlichem Mass, sich zu wehren. Keine der befragten Adoptiveltern glaubt, dass Rassismus ein Thema ist, das ihre Adoptivkinder nachhaltig beschäftigt. Schliesslich muss betont werden, dass es anhand der Interviews keine Hinweise darauf gibt, dass Implikationen von race und Rassismus seitens der Vermittlungsstellen adressiert worden wäre. Obwohl die Adoptiveltern sich als anti-rassistisch positionieren und verschiedentlich danach handeln, tragen sie unbeabsichtigt auch zur Aufrechterhaltung der Tabuisierung von Rassismus bei. Die Resultate zeigen insgesamt, dass die weissen Adoptiveltern höchstens über fragmentiertes Wissen zu Implikationen von race und Rassismus verfügen und keine (bedeutungsvolle) institutionelle Unterstützung und Aufklärung erhielten. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Praxis von internationalen Adoptionen und der gleichzeitigen Bagatellisierung von Rassismus in der Schweiz stellen sich Fragen, inwiefern weisse Schweizer Adoptiveltern, die gegenwärtig Kinder of color adoptieren, besser unterstützt und aufgeklärt werden.
DOI
https://doi.org/10.24451/dspace/11421
Publisher URL
https://www.chronos-verlag.ch/node/28771
Related URL
https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/44934
Organization
Soziale Arbeit  
Institut Soziale und kulturelle Vielfalt  
Publisher
Chronos
Submitter
Gautschi, Nadine
Citation apa
Gautschi, N. (2024). Adoptiveltern und ihr Umgang mit Rassismus in der Gesellschaft (A. Abraham, S. Bitter, & R. Kesselring, Eds.). Chronos. https://doi.org/10.24451/dspace/11421
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Mutter unbekannt_Buch.pdf

License
Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International
Version
published
Size

36.52 MB

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