Subjektives Erleben verbaler Aggressionen gegen Mitarbeitende in deutschen Kliniken. Eine explorative Studie
Version
Published
Date Issued
2014
Author(s)
Type
Article
Language
English
Abstract
Ziel: Erstellung einer explorativen Studie über das subjektive Erleben verbaler Aggressionen gegen Mitarbeitende in deutschen Kliniken.
Methode: Mittels einer schriftlichen bzw. Online-Befragung wurden 1053 Mit-arbeitende mit einem selbst entwickelten Fragebogen zum Erleben von Häufigkeiten und Auswirkungen verschiedener Aggressionsformen befragt. Die Stichprobe bestand überwiegend aus Mitarbeitenden psychiatrischer Einrichtungen.
Ergebnisse: 16 % der Befragten gaben an, verbale Aggressionen täglich in den letzten 6 Monaten erlebt zu haben. Als besonders belastend wurden Drohungen erlebt. In der multivariaten Analyse der Gesamtbelastung durch verbale Aggressionen erwies sich hinsichtlich der soziodemografischen Merkmale die Berufsgruppe der Pflege als signifikanter Prädiktor sowie ein Lebensalter unter 26 Jahren. Weitere signifikante Prädiktoren waren häufige Beschimpfungen, häufiges Erleben rüder Sprache, häufiges Verweigerungsverhalten von Patienten, sowie sich durch Drohungen, sexuelle Anmache, rüde Sprache belastet zu fühlen. Häufiges Deeskalationsverhalten hingegen wirkte sich signifikant protektiv aus.
Schlussfolgerungen: Verbalen Aggressionen muss mehr Aufmerksamkeit durch Klinikleitungen und Betriebsärzten gewidmet werden. Präventionsprogramme, die heute zumeist auf körperliche Aggressionen ausgerichtet sind, sollten in Richtung verbaler Deeskalation weiterentwickelt werden.
Methode: Mittels einer schriftlichen bzw. Online-Befragung wurden 1053 Mit-arbeitende mit einem selbst entwickelten Fragebogen zum Erleben von Häufigkeiten und Auswirkungen verschiedener Aggressionsformen befragt. Die Stichprobe bestand überwiegend aus Mitarbeitenden psychiatrischer Einrichtungen.
Ergebnisse: 16 % der Befragten gaben an, verbale Aggressionen täglich in den letzten 6 Monaten erlebt zu haben. Als besonders belastend wurden Drohungen erlebt. In der multivariaten Analyse der Gesamtbelastung durch verbale Aggressionen erwies sich hinsichtlich der soziodemografischen Merkmale die Berufsgruppe der Pflege als signifikanter Prädiktor sowie ein Lebensalter unter 26 Jahren. Weitere signifikante Prädiktoren waren häufige Beschimpfungen, häufiges Erleben rüder Sprache, häufiges Verweigerungsverhalten von Patienten, sowie sich durch Drohungen, sexuelle Anmache, rüde Sprache belastet zu fühlen. Häufiges Deeskalationsverhalten hingegen wirkte sich signifikant protektiv aus.
Schlussfolgerungen: Verbalen Aggressionen muss mehr Aufmerksamkeit durch Klinikleitungen und Betriebsärzten gewidmet werden. Präventionsprogramme, die heute zumeist auf körperliche Aggressionen ausgerichtet sind, sollten in Richtung verbaler Deeskalation weiterentwickelt werden.
Journal or Serie
Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin
ISSN
0300-581X
Organization
Volume
49
Publisher
Gentner
Submitter
Richter, Dirk
Citation apa
Richter, D. (2014). Subjektives Erleben verbaler Aggressionen gegen Mitarbeitende in deutschen Kliniken. Eine explorative Studie. In Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin (Vol. 49). Gentner. https://doi.org/10.24451/arbor.5472
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ASU_verbal.pdf
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