"Live high - train low": ein erfolgreiches Höhentrainingsparadigma zur Leistungssteigerung bei Eliteausdauerathleten?
Version
Published
Date Issued
2005
Author(s)
Wehrlin, Jon Peter
Type
Article
Language
German
Subjects
Abstract
Während der Nutzen der Höhenakklimatisation für eine verbesserte ausdauerleistungsfähigkeit in der Höhe gut dokumentiert ist, wird die Höhentrainingsmethode «oben schlafen – oben trainieren» («live high – train high»; LHTH) als Vorbereitung für Wettkämpfe im Flachland kontrovers diskutiert. Eine optimierte Variante stellt «oben schlafen – unten trainieren» («live high – train low»; LHTL) dar. LHTL versucht auf der einen Seite, den Vorteil der positiven Höhenakklimatisationseffekte durch das «Live high» beizubehalten (vor allem die Zunahme des Erythrozytenvolumens
und der Hämoglobinmasse), während auf der anderen Seite der Nachteil (hauptsächlich die reduzierte absolute Trainingsintensität in der Höhe) möglichst minimiert werden soll. Dieses Höhentrainingsparadigma hat sich bei Eliteausdauerathleten in der Vorbereitung für Wettkämpfe im Flachland als vorteilhaft gegenüber von LHTH und normalem Training im Flachland erwiesen. Mögliche erfolgsmindernde Faktoren sind: 1) eine ungenügende «hypoxische Dosis» des LHTL (empfohlen ist ein Aufenthalt von 3–4 Wochen mit mindestens 400 Std. auf einer Höhe von ca. 2300–2600 m); 2) ein inadäquater Trainingsstimulus während des LHTL (Unteroder Übertrainingssymptome); 3) Probleme mit dem «Timing» des Wettkampfes und dem Training nach dem Höhenaufenthalt; 4) medizinische Probleme (Atemwegserkrankungen, Infektionen, Höhenkrankheit usw.); 5) eine individuell schwache «Akklimatisationsresponse» an die Höhe. Wenn LHTL sorgfältig durchgeführt wird, bietet diese Höhentrainingsmethode auch als Vorbereitung für Wettkämpfe im Flachland ein zusätzliches Potential zur Leistungssteigerung bei Eliteausdauerathleten.
und der Hämoglobinmasse), während auf der anderen Seite der Nachteil (hauptsächlich die reduzierte absolute Trainingsintensität in der Höhe) möglichst minimiert werden soll. Dieses Höhentrainingsparadigma hat sich bei Eliteausdauerathleten in der Vorbereitung für Wettkämpfe im Flachland als vorteilhaft gegenüber von LHTH und normalem Training im Flachland erwiesen. Mögliche erfolgsmindernde Faktoren sind: 1) eine ungenügende «hypoxische Dosis» des LHTL (empfohlen ist ein Aufenthalt von 3–4 Wochen mit mindestens 400 Std. auf einer Höhe von ca. 2300–2600 m); 2) ein inadäquater Trainingsstimulus während des LHTL (Unteroder Übertrainingssymptome); 3) Probleme mit dem «Timing» des Wettkampfes und dem Training nach dem Höhenaufenthalt; 4) medizinische Probleme (Atemwegserkrankungen, Infektionen, Höhenkrankheit usw.); 5) eine individuell schwache «Akklimatisationsresponse» an die Höhe. Wenn LHTL sorgfältig durchgeführt wird, bietet diese Höhentrainingsmethode auch als Vorbereitung für Wettkämpfe im Flachland ein zusätzliches Potential zur Leistungssteigerung bei Eliteausdauerathleten.
Journal
Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie
ISSN
1422-0644
Organization
Volume
53
Issue
2
Publisher
Rubmedia
Submitter
ServiceAccount
Citation apa
Wehrlin, J. P. (2005). “Live high - train low”: ein erfolgreiches Höhentrainingsparadigma zur Leistungssteigerung bei Eliteausdauerathleten? In Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie (Vol. 53, Issue 2). Rubmedia. https://doi.org/10.24451/arbor.10461
Note
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