Effekte einer richtlinienorientierten Behandlung bei Rückenbeschwerden und Wege der Richtlinienimplementierung
Version
Published
Date Issued
2007
Author(s)
Type
Article
Language
German
Subjects
Abstract
Hintergrund: Die Entwicklung und Implementierung Evidenz-basierter Richtlinien scheinen zwei der vielversprechendsten und wirkungsvollsten Instrumente zur Verbesserung der Qualität medizinischer Versorgung zu sein. Um erkannte Schranken und Diskrepanzen zwischen derzeitiger Praxis und den Empfehlungen der Richtlinien zu belegen, wurden neue vielfältige Strategien entwickelt.
Ziel: Der systematische Review verglich die Wirksamkeit richtlinienorientierter mit der von nicht richtlinienorientierten Behandlungen bei Kreuzschmerzen und untersuchte, welche Implementierungsstrategien für klinische Praktiker benutzt wurden, um die Akzeptanz und Anwendung erfolgreicher Richtlinien in der klinischen Praxis sicherzustellen.
Methode: In mehreren Datenbanken erfolgte eine computergestützte sensitive Suche nach entsprechenden Studien. Einbezogen wurden randomisierte klinische Studien, die sich mit der klinischen Behandlung von LBP beschäftigten.
Ergebnisse: Es ergab sich eingeschränkte Evidenz, dass die richtlinienorientierte Behandlung sowohl mit einem „persönlichen, aktiven” als auch einem „frühen, vielfältigen Implementierungsprogramm” einen größeren Effekt bei Schmerz (VAS) und funktioneller Behinderung durch LBP hat. Die Effektgrößen für den Behandlungserfolg bei Schmerz reichten von d = 0,14 bis d = 0,36, für die anhand von Fragebogen ermittelte funktionelle Behinderung von d = 0,5 bis d = 0,58. Die Resultate zeigten bestenfalls eine mäßig bessere Wirkung bei richtlinienorientierter im Vergleich zu nicht richtlinienorientierter Behandlung. Keine Evidenz fand sich dafür, dass ein vielfältiges durch Fortbildung und Feedback unterstütztes Implementierungsprogramm den Einsatz von Röntgendiagnostik und Spezialverfahren verringert. Für die These, ein vielfältiges Implementierungsprogramm verändere die Überweisungen zur Physiotherapie, war die Evidenz widersprüchlich.
Schlussfolgerung: Weitere Forschung sollte sich mit den Ursachen dieser beunruhigenden Ergebnisse beschäftigen und vor allem die Kosteneffektivität mit einbeziehen, im Wesentlichen die gleichen Maße für den Behandlungsausgang verwenden sowie auf das Schweizer Gesundheitssystem zugeschnitten sein.
Ziel: Der systematische Review verglich die Wirksamkeit richtlinienorientierter mit der von nicht richtlinienorientierten Behandlungen bei Kreuzschmerzen und untersuchte, welche Implementierungsstrategien für klinische Praktiker benutzt wurden, um die Akzeptanz und Anwendung erfolgreicher Richtlinien in der klinischen Praxis sicherzustellen.
Methode: In mehreren Datenbanken erfolgte eine computergestützte sensitive Suche nach entsprechenden Studien. Einbezogen wurden randomisierte klinische Studien, die sich mit der klinischen Behandlung von LBP beschäftigten.
Ergebnisse: Es ergab sich eingeschränkte Evidenz, dass die richtlinienorientierte Behandlung sowohl mit einem „persönlichen, aktiven” als auch einem „frühen, vielfältigen Implementierungsprogramm” einen größeren Effekt bei Schmerz (VAS) und funktioneller Behinderung durch LBP hat. Die Effektgrößen für den Behandlungserfolg bei Schmerz reichten von d = 0,14 bis d = 0,36, für die anhand von Fragebogen ermittelte funktionelle Behinderung von d = 0,5 bis d = 0,58. Die Resultate zeigten bestenfalls eine mäßig bessere Wirkung bei richtlinienorientierter im Vergleich zu nicht richtlinienorientierter Behandlung. Keine Evidenz fand sich dafür, dass ein vielfältiges durch Fortbildung und Feedback unterstütztes Implementierungsprogramm den Einsatz von Röntgendiagnostik und Spezialverfahren verringert. Für die These, ein vielfältiges Implementierungsprogramm verändere die Überweisungen zur Physiotherapie, war die Evidenz widersprüchlich.
Schlussfolgerung: Weitere Forschung sollte sich mit den Ursachen dieser beunruhigenden Ergebnisse beschäftigen und vor allem die Kosteneffektivität mit einbeziehen, im Wesentlichen die gleichen Maße für den Behandlungsausgang verwenden sowie auf das Schweizer Gesundheitssystem zugeschnitten sein.
Publisher DOI
Journal or Serie
physioscience
ISSN
1860-3092 (Print) 1860-3351 (Online)
Volume
3
Issue
4
Publisher
Georg Thieme Verlag
Submitter
ServiceAccount
Citation apa
Christen, G., Mäder, U., Uebelhard, D., & De Bruin, E. D. (2007). Effekte einer richtlinienorientierten Behandlung bei Rückenbeschwerden und Wege der Richtlinienimplementierung. In physioscience (Vol. 3, Issue 4, pp. 151–160). Georg Thieme Verlag. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/30633
