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Fähigkeit oder Fertigkeit? Eine triangulierte Untersuchung zur Einordnung der menschlichen Gleichgewichtsregulation

URI
https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/45947
Version
Published
Date Issued
2025-11-24
Author(s)
Rogan, Slavko  
Gruber, Markus
Roth Noel
Hauswirth, Lukas
Hilfiker, Roger  
Type
Conference Paper
Language
German
Abstract
Einleitung In der rehabilitativen Medizin und Sturzprävention gilt Gleichgewichtsregulation oft als übergeordnete motorische Fähigkeit. Daraus entsteht die Hypothese, dass spezifisches Gleichgewichtstraining die posturale Kontrolle allgemein verbessert. Aktuelle Forschung zeigt jedoch, dass Gleichgewichtsregulation kein einheitliches Konstrukt ist, sondern ein komplexes Zusammenspiel sensorischer, motorischer und kognitiver Prozesse. Ziel dieser Arbeit ist es, darzustellen, ob Gleichgewichtstraining eher zu einer allgemeinen Verbesserung der Gleichgewichtsregulation im Sinne personale Disposition (Fähigkeit) oder zu einer Verbesserung eines spezifischen Handlungsmusters (Fertigkeit) führt. Dies ist für die Prävention und Rehabiliation von Stürzen bei betagten Personen von Bedeutung.

Material und Methodik Die Daten-Triangulationsstudie basiert auf der Analyse und Interpretation von Datensammlungen aus einer systematischen Literaturrecherche sowie einer Onlinebefragung. Zur Identifikation relevanter Literatur wurde eine systematische Recherche in den Datenbanken PubMed, Embase, CENTRAL sowie SURF durchgeführt. Die Qualitätsbewertung erfolgte mit AMSTAR 2. Es wurde eine Online-Umfrage an zehn Physiotherapieinstitutionen sowie an zwei Schweizer Hochschulen BFH und ZHAW durchgeführt, um das Wissen zur Einordnung des Gleichgewichts als Fähigkeit oder Fertigkeit im praktischen Kontext zu erfassen.

Ergebnisse Drei Metaanalysen mit insgesamt 1627 Teilnehmenden zeigten eine kritisch geringe Qualität. Verbesserungen traten nur in spezifisch trainierten Gleichgewichtsaufgaben auf. 78,6% der befragten Physiotherapeut*innen betrachteten Gleichgewicht als Fertigkeitensammlung, 21,4% als übergeordnete Fähigkeit.

Zusammenfassung Gleichgewichtstraining verbessert primär die Leistung in geübten Aufgaben, während für nicht trainierte Aufgaben kaum Transfereffekte beobachtet werden. Sensomotorische Trainingsprogramme sollten daher zielgerichtet auf die neuromuskulären Anforderungen der zu verbessernden Aufgabe abgestimmt sein. Die Mehrheit der Physiotherapeut*innen betrachtet Gleichgewicht als eine Ansammlung spezifischer Fertigkeiten und nicht als übergeordnete Fähigkeit. Physiotherapeut*innen sollten Gleichgewichtseinschränkungen ihrer Patient*innen differenziert erfassen sowie aufgabenspezifisch testen und behandeln, um gezielte Interventionen zu ermöglichen.
Publisher DOI
10.1055/s-0045-1811278
ISSN
1860-3092
Publisher URL
https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0045-1811278
Related URL
https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/issue/eFirst/10.1055/s-00000128
Organization
Gesundheit  
Volume
21
Issue
S02
Publisher
Thieme
Submitter
Rogan, Slavko
Citation apa
Rogan, S., Gruber, M., Roth Noel, Hauswirth, L., & Hilfiker, R. (2025). Fähigkeit oder Fertigkeit? Eine triangulierte Untersuchung zur Einordnung der menschlichen Gleichgewichtsregulation (Vol. 21, Issue S02). Thieme. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/45947
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