Nicht nur für, sondern auch gegen etwas ausbilden!
Version
Published
Date Issued
2019-11
Author(s)
Type
Magazine Article
Language
German
Abstract
Kunsthochschulen, an denen produzierende und aufführende Künste unter einem Dach unterrichtet werden, beziehen sich oft auf das Bauhaus. Zwar gab es dort keine eigene Werkstatt für Musik, doch die Experimente an der Bauhaus-Bühne gelten als prototypisch für die weitere Entwicklung interdisziplinärer Kunstansätze im 20. Jahrhundert. So lassen sich etwa Kurt Schwerdtfegers Reflektorische Farblichtspiele als ein Resultat langfristiger Wechselwirkungen zwischen der ‚Zeitkunst‘ Musik und der ‚Raumkunst‘ Malerei verstehen: Anstatt zeitlich-musikalische Bewegung lediglich zu simulieren – so wie es viele Gemälde bis dahin getan hatten –, wollte Schwerdtfeger die Leinwand wirklich dynamisieren. In ähnlichem Geiste stellten sich Künstler wie Oskar Schlemmer und László Moholy-Nagy die Bühne selbst als Leinwand vor, die mit abstrakten Elementen (aus Licht, oder auch aus Fleisch und Blut) bespielt werden sollte. Wer sich heutzutage in die Experimentallabore zeitgenössischer Kunsthochschulen begibt, wird nicht selten Zeuge ästhetisch ganz ähnlicher Versuche. Dabei sind nicht nur die technischen Umstände anders als damals, sondern auch die gesellschaftlichen.
Subjects
NX Arts in general
Journal
Bauhaus Imaginista Journal
Submitter
SchoonA
Citation apa
Schoon, A. (2019). Nicht nur für, sondern auch gegen etwas ausbilden! In Bauhaus Imaginista Journal. https://doi.org/10.24451/arbor.9408
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Schoon_BauhausImaginista_dt.pdf
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