Gesundheitliche Chancengleichheit in der Geburtshilfe durch transkategoriale Kompetenz
Version
Published
Date Issued
2023-09
Type
Article
Language
German
Abstract
Zusammenfassung: Nicht alle Mütter und Neugeborene haben gleiche Chancen auf eine gesunde Mutterschaft und auf einen
gesunden Start ins Leben. Unterschiede bestehen bei verschiedenen Diversitätsmerkmalen, wie niedrigem sozioökonomischem
Status, Migrationshintergrund, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Behinderung. Neben einer Reihe erhöhter gesundheitlicher
Risiken für Mütter und Neugeborene hindern Barrieren im Versorgungsprozess, wie mangelndes Bewusstsein für die spezifischen
Bedürfnisse dieser Gruppen und lnteraktionsprobleme zwischen Klientel und Fachpersonen die Nutzung geburtshilflicher
Leistungen. Ein Abbau von Zugangsbarrieren und Diskriminierungsmechanismen kann durch transkategoriale Kompetenz erlangt
werden. Im geburtshilflichen Kontext zeigt sich transkategoriale Kompetenz beispielsweise in der angemessenen Einbindung von
Angehörigen bei Migrant*innen, der Anerkennung und Unterstützung verschiedener Familienformen bei LGBTl*Q-Menschen und
der Sensibilisierung für diskriminierendes Verhalten. Kontinuität in der Betreuung durch Gynäkolog*innen und Hebammen erleichtert
die Versorgung und minimiert Missverständnisse. Die Verankerung der transkategorialen Kompetenz erfordert eine institutionelle
Sensibilisierung für Diskriminierungsformen und Benachteiligungen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und diversitätssensible
Aus- und Weiterbildung sind entscheidend, um Unsicherheiten abzubauen und Stereotypisierung zu vermeiden.
gesunden Start ins Leben. Unterschiede bestehen bei verschiedenen Diversitätsmerkmalen, wie niedrigem sozioökonomischem
Status, Migrationshintergrund, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität und Behinderung. Neben einer Reihe erhöhter gesundheitlicher
Risiken für Mütter und Neugeborene hindern Barrieren im Versorgungsprozess, wie mangelndes Bewusstsein für die spezifischen
Bedürfnisse dieser Gruppen und lnteraktionsprobleme zwischen Klientel und Fachpersonen die Nutzung geburtshilflicher
Leistungen. Ein Abbau von Zugangsbarrieren und Diskriminierungsmechanismen kann durch transkategoriale Kompetenz erlangt
werden. Im geburtshilflichen Kontext zeigt sich transkategoriale Kompetenz beispielsweise in der angemessenen Einbindung von
Angehörigen bei Migrant*innen, der Anerkennung und Unterstützung verschiedener Familienformen bei LGBTl*Q-Menschen und
der Sensibilisierung für diskriminierendes Verhalten. Kontinuität in der Betreuung durch Gynäkolog*innen und Hebammen erleichtert
die Versorgung und minimiert Missverständnisse. Die Verankerung der transkategorialen Kompetenz erfordert eine institutionelle
Sensibilisierung für Diskriminierungsformen und Benachteiligungen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und diversitätssensible
Aus- und Weiterbildung sind entscheidend, um Unsicherheiten abzubauen und Stereotypisierung zu vermeiden.
Subjects
RA0421 Public health. Hygiene. Preventive Medicine
RG Gynecology and obstetrics
Journal
Therapeutische Umschau
ISSN
0040-5930
Publisher URL
Organization
Volume
80
Issue
7
Publisher
Aerzteverlag medinfo AG
Submitter
Grand-Guillaume-Perrenoud, Jean Anthony
Citation apa
Origlia Ikhilor, P., & Haefliger, A. V. (2023). Gesundheitliche Chancengleichheit in der Geburtshilfe durch transkategoriale Kompetenz. In Therapeutische Umschau (Vol. 80, Issue 7). Aerzteverlag medinfo AG. https://doi.org/10.24451/arbor.20120
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Name
Origlia_Haefliger_2023_Chancnengleichheit durch TK_Therapeutische Umschau.pdf
License
Publisher
Version
published
Size
6.75 MB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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