Intergenerationale Wirkmächtigkeit traumatisierter Kindheiten: Empirische Einblicke in die Folgen der Heimerziehung in Deutschland und in der Schweiz
Version
Published
Date Issued
2021
Author(s)
Type
Article
Language
German
Abstract
Die Folgen der ehemaligen Heimerziehung in Deutschland und in der Schweiz sind bis heute intergenerational wirkmächtig. Deshalb wird der Stand der historischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Heimerziehung in beiden Ländern dargestellt. Der Artikel arbeitet außerdem heraus, welche biografischen Folgen fremdunterbringungsbezogene Traumata für die direkt Betroffenen und ihre Nachkommen haben können. Ein Fokus liegt auf dem Schweizer Forschungsprojekt „Von Generation zu Generation: Familiennarrative im Kontext von Fürsorge und Zwang“. Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Erfahrungen der von fürsorgerischen Zwangsmaßnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981 direkt Betroffenen in den Biografien der nachfolgenden Generationen niederschlagen. Ein empirischer Einblick in die intergenerationale Wirkmächtigkeit einer traumatisierten Kindheit wird anhand eines Fallporträts aufgezeigt. Anschließend wird das Aufarbeitungsgeschehen in Deutschland und der Schweiz kritisch diskutiert, und Implikationen für die heutige Kinder- und Jugendhilfe werden herausgearbeitet.
Subjects
H Social Sciences (General)
Publisher DOI
Journal or Serie
Kindesmisshandlung und -vernachlässigung
ISSN
1436-9850
Organization
Volume
24
Issue
2
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht
Submitter
Gautschi, Nadine
Citation apa
Zöller, U., Gautschi, N., & Abraham, A. (2021). Intergenerationale Wirkmächtigkeit traumatisierter Kindheiten: Empirische Einblicke in die Folgen der Heimerziehung in Deutschland und in der Schweiz. In Kindesmisshandlung und -vernachlässigung (Vol. 24, Issue 2). Vandenhoeck & Ruprecht. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/43894
