Verortung und Geschichte der Gehörbildung im 19. Jahrhundert zwischen Laienausbildung und Konservatorium (Panel mit 4 Beiträge und Podiumsdiskussion)
Version
Published
Date Issued
2019-10-06
Type
Conference Paper
Language
German
Abstract
Eine epochale Wende fand zur Zeit der Institutionalisierung von öffentlichen und privaten professionellen Musikschulen während des langen 19. Jahrhunderts statt. Da Gehörbildung zu den elementaren Grundlagen der Musikausbildung zählt, wurde sie zum Teil vor dem Anfang eines Studiums am Konservatorium erlernt. Weil sie zudem grösstenteils nicht-verbale Fähigkeiten vermittelt, entwickelte sie keinen ausgearbeiteten theoretischen Rahmen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass Inhalte des heutigen Fachs Gehörbildung innerhalb von anderen Unterrichtsformaten ihren Platz fanden. Eine Folge daraus ist, dass die Gehörbildung im deutschsprachigen Raum erst gegen Ende dieser Zeit als selbständiges Fach definiert wurde. Dies gilt selbst für die romanischen Länder, wo der verwandte, aber nicht deckungsgleiche Fach solfeggio, solfège oder solfeo bereits eine lange Tradition aufweisen konnte. So zeigt sich gerade auch in der Art der Hörerziehung das viel besprochene Spannungsfeld zwischen Musikausbildung innerhalb und ausserhalb der Konservatorien. Die vier Teilnehmenden am Panel werden kurze Fallstudien zur Geschichte der Gehörbildung aus ihrem jeweiligen Forschungsbereich vorstellen
Subjects
M Music
MT Musical instruction and study
Organization
Conference
Notation als Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Analyse. XIX. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie
Submitter
Bacciagaluppi, Claudio
Citation apa
Bacciagaluppi, C., Meidhof, N., Roberts, C., Zirwes, S., Ramos Regino, L. A., & Lehner, M. (2019). Verortung und Geschichte der Gehörbildung im 19. Jahrhundert zwischen Laienausbildung und Konservatorium (Panel mit 4 Beiträge und Podiumsdiskussion). Notation als Schnittstelle zwischen Komposition, Interpretation und Analyse. XIX. Jahreskongress der Gesellschaft für Musiktheorie. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/40273
