Die Bedeutung von Wohlbefinden im Zusammenhang zwischen Sportengagement und Gewaltverhalten bei Jugendlichen
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Published
Date Issued
2009
Author(s)
Type
Article
Language
German
Subjects
Abstract
Obschon normative Erwartungen an Sport als Freizeitbeschäftigung mit gewaltpräventiver Wirkung immer wieder postuliert werden, sind empirische Befunde zum Zusammenhang zwischen Sport und Gewalt inkonsistent. Einhellig werden jedoch positive Auswirkungen des Sporttreibens auf das Wohlbefinden berichtet, ebenso wie negative Assoziationen zwischen Wohlbefinden und Gewaltverhalten. Vor einem sozialisations- und stresstheoretischen Hintergrund wird in der vorliegenden querschnittlichen Befragung von 1664 Schweizer Jugendlichen im Alter von 12 bis 18 Jahren die Annahme geprüft, ob ein indirekter Zusammenhang zwischen Sportengagement und Gewaltverhalten besteht, der durch das Wohlbefinden vermittelt wird. Die mit Strukturgleichungsmodellen gewonnenen Ergebnisse liefern schwache Unterstützung für diese Annahme. Allerdings sind die Pfadkoeffizienten klein (Sport – Wohlbefinden: β = .39; Wohlbefinden – Gewaltverhalten: β = −.13) und der indirekte Effekt entsprechend gering (−.05). Es wird gefolgert, dass Sportangebote für Jugendliche deren Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialem Anschluss befriedigen müssen, um Wohlbefinden zu erhalten bzw. zu fördern, welches wiederum als Ressource gegen deviantes Verhalten dienen kann.
Publisher DOI
Journal
Zeitschrift für Sportpsychologie
ISSN
1612-5010 (Print) 2190-6300 (Online)
Volume
16
Issue
2
Publisher
Hogrefe
Submitter
ServiceAccount
Citation apa
Moesch, K., Birrer, D., Schmid, J., & Seiler, R. (2009). Die Bedeutung von Wohlbefinden im Zusammenhang zwischen Sportengagement und Gewaltverhalten bei Jugendlichen. In Zeitschrift für Sportpsychologie (Vol. 16, Issue 2). Hogrefe. https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/30995
