Open Access bei der Veröffentlichung rechtswissenschaftlicher Fachliteratur – was soll das?
Version
Published
Date Issued
2019
Author(s)
Hamann, Hanjo
Editor(s)
Hamann, Hanjo
Type
Article
Language
German
Abstract
Die deutschsprachige Rechtswissenschaft ist eine der Fachdisziplinen mit der ge-
ringsten Durchsetzungsrate von Open Access überhaupt. Woher kommt diese Zu-
rückhaltung gegenüber einer in anderen Wissenschaften enthusiastisch vorangetrie-
benen und von der Politik breit geförderten Bewegung? Will man der Rechtswis-
senschaft keine anachronistische Fortschrittsverweigerung unterstellen, sollten sich
sachliche Gründe ausmachen lassen, warum sie dem Phänomen Open Access mit
Skepsis begegnet, oder jedenfalls keine eigenen Anstrengungen in diese Richtung
unternimmt. Solche Gründe werden in der Rechtswissenschaft bisher kaum öffent-
lich kommuniziert und allenfalls im informellen Kreis erörtert. Der vorliegende
Beitrag sichtet die Gründe und leitet aus der Perspektive eines advocatus diaboli
acht Thesen her, warum die institutionellen Rahmenbedingungen der Rechtswis-
senschaft mit Open Access unvereinbar sein könnten. Eine argumentative Ausein-
andersetzung mit diesen Thesen verspricht einen differenzierteren Diskurs, der die
Rechtswissenschaft in ihren Eigenheiten ernst nimmt, ohne dabei die Potentiale
von Open Access zu verleugnen.
ringsten Durchsetzungsrate von Open Access überhaupt. Woher kommt diese Zu-
rückhaltung gegenüber einer in anderen Wissenschaften enthusiastisch vorangetrie-
benen und von der Politik breit geförderten Bewegung? Will man der Rechtswis-
senschaft keine anachronistische Fortschrittsverweigerung unterstellen, sollten sich
sachliche Gründe ausmachen lassen, warum sie dem Phänomen Open Access mit
Skepsis begegnet, oder jedenfalls keine eigenen Anstrengungen in diese Richtung
unternimmt. Solche Gründe werden in der Rechtswissenschaft bisher kaum öffent-
lich kommuniziert und allenfalls im informellen Kreis erörtert. Der vorliegende
Beitrag sichtet die Gründe und leitet aus der Perspektive eines advocatus diaboli
acht Thesen her, warum die institutionellen Rahmenbedingungen der Rechtswis-
senschaft mit Open Access unvereinbar sein könnten. Eine argumentative Ausein-
andersetzung mit diesen Thesen verspricht einen differenzierteren Diskurs, der die
Rechtswissenschaft in ihren Eigenheiten ernst nimmt, ohne dabei die Potentiale
von Open Access zu verleugnen.
ISBN
9783748903659
Publisher DOI
Journal or Serie
Rechtswissenschaft
ISSN
978-3-7489-0365-9
Organization
Issue
Sonder
Publisher
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Submitter
HürlimannD
Citation apa
Hamann, H., & Hürlimann, D. (2019). Open Access bei der Veröffentlichung rechtswissenschaftlicher Fachliteratur – was soll das? In H. Hamann & D. Hürlimann (Eds.), Rechtswissenschaft (Issue Sonder). Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. https://doi.org/10.24451/arbor.16898
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Name
open access rechtswissenschaftlicher Fachliteratur 2019.pdf
License
Attribution 4.0 International
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Checksum (MD5)
c2503b07b6edcad2b088b23d538b51e1
