ReachOut: Exploring Mental Health Needs and Literacies of Homeless and Undocumented Migrants
Date Issued
2024-09-19
Author(s)
Applied Research & Development in Nursing, Department of Health Professions, Bern University of Applied Sciences, 3008 Bern, Switzerland
Editor(s)
Inselspital, Universitätsspital Bern
Type
Conference Paper
Language
English
Abstract
Hintergrund: Die Chancen für ein gesundes Leben variieren abhängig von wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Faktoren. Menschen mit sozioökonomischen Benachteiligungen leiden überproportional häufig an (psychischen) Gesundheitsproblemen. Davon betroffen sind insbesondere Obdachlose und Sans-Papiers, die mit Zugangshürden zu (psychiatrischen) Gesundheitsversorgungsangeboten konfrontiert sind und für Gesundheitsfachpersonen als schwer-erreichbar gelten.
Fragestellung und Methode: Das ethnografische Forschungsprojekt ReachOut der Berner Fachhochschule untersuchte mittels mehrmonatiger teilnehmender Beobachtung und ethnografischen Gesprächen die subjektiven Bedürfnisse und Strategien von Obdachlosen und Sans-Papiers im Kontext psychischer Gesundheit sowie deren Erleben hinsichtlich des Zugangs zur Gesundheitsversorgung.
Ergebnisse: Die Studie zeigt, dass Obdachlose und Sans-Papiers unter prekären Bedingungen leben. Die Wege und Motive in die Obdachlosigkeit sind vielseitig. Obdachlose Personen sind oft über einen längeren Zeitraum schwierigen Bedingungen wie ausgeprägter Armut, Witterung oder Gewalt ausgesetzt. Dies wirkt sich auf die Gesundheit der Betroffenen aus und führt oft zur sogenannten Frühalterung. Aufgrund negativer und stigmatisierender Erfahrungen lehnen viele Obdachlose die Gesundheitsversorgung ab und es besteht eine Diskrepanz zwischen der Selbst- und Fremdeinschätzung ihrer Gesundheit. Um ihre Gesundheit zu erhalten, zeigen Obdachlose unkonventionelle und kreative Strategien. Sans-Papiers hingegen leben unsichtbar inmitten der Gesellschaft und berichteten von omnipräsenten Belastungen wie der Angst vor Polizeikontrollen, von fehlender Partizipation und Perspektivlosigkeit. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist für Sans-Papiers stark eingeschränkt bzw. diese wird aus Angst vor Entdeckung häufig nicht in Anspruch genommen. Unterstützung wird daher oft im persönlichen Netzwerk gesucht. Beide Gruppen nehmen deshalb die Gesundheitsversorgung meist erst dann in Anspruch, wenn es unvermeidlich ist, und nehmen damit gesundheitliche Risiken in Kauf.
Schlussfolgerung: Entlang geäusserten Bedürfnissen sollen Kontakte zu Fachpersonen niederschwellig erreichbar, kontinuierlich, lebenswelt- und alltagsnah gestaltet sein. Betroffene fordern dabei eine Begegnung auf Augenhöhe und Wahrung ihrer Selbstbestimmung.
Fragestellung und Methode: Das ethnografische Forschungsprojekt ReachOut der Berner Fachhochschule untersuchte mittels mehrmonatiger teilnehmender Beobachtung und ethnografischen Gesprächen die subjektiven Bedürfnisse und Strategien von Obdachlosen und Sans-Papiers im Kontext psychischer Gesundheit sowie deren Erleben hinsichtlich des Zugangs zur Gesundheitsversorgung.
Ergebnisse: Die Studie zeigt, dass Obdachlose und Sans-Papiers unter prekären Bedingungen leben. Die Wege und Motive in die Obdachlosigkeit sind vielseitig. Obdachlose Personen sind oft über einen längeren Zeitraum schwierigen Bedingungen wie ausgeprägter Armut, Witterung oder Gewalt ausgesetzt. Dies wirkt sich auf die Gesundheit der Betroffenen aus und führt oft zur sogenannten Frühalterung. Aufgrund negativer und stigmatisierender Erfahrungen lehnen viele Obdachlose die Gesundheitsversorgung ab und es besteht eine Diskrepanz zwischen der Selbst- und Fremdeinschätzung ihrer Gesundheit. Um ihre Gesundheit zu erhalten, zeigen Obdachlose unkonventionelle und kreative Strategien. Sans-Papiers hingegen leben unsichtbar inmitten der Gesellschaft und berichteten von omnipräsenten Belastungen wie der Angst vor Polizeikontrollen, von fehlender Partizipation und Perspektivlosigkeit. Der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist für Sans-Papiers stark eingeschränkt bzw. diese wird aus Angst vor Entdeckung häufig nicht in Anspruch genommen. Unterstützung wird daher oft im persönlichen Netzwerk gesucht. Beide Gruppen nehmen deshalb die Gesundheitsversorgung meist erst dann in Anspruch, wenn es unvermeidlich ist, und nehmen damit gesundheitliche Risiken in Kauf.
Schlussfolgerung: Entlang geäusserten Bedürfnissen sollen Kontakte zu Fachpersonen niederschwellig erreichbar, kontinuierlich, lebenswelt- und alltagsnah gestaltet sein. Betroffene fordern dabei eine Begegnung auf Augenhöhe und Wahrung ihrer Selbstbestimmung.
Related URL
Organization
Project(s)
ReachOut
Conference
6th Swiss Symposium on Refugee and Migrant Health
Submitter
Gröble, Sabrina
Citation apa
Gröble, S. (2024). ReachOut: Exploring Mental Health Needs and Literacies of Homeless and Undocumented Migrants (U. B. Inselspital, Ed.). https://arbor.bfh.ch/handle/arbor/44761
