LernRäume im Umbruch : wie stehen Bildung und Betreuung in Tagesschulen zueinander?

Schuler, Patricia; Kappler, Christa; Chiapparini, Emanuela; Selmani, Kadrie (26 June 2017). LernRäume im Umbruch : wie stehen Bildung und Betreuung in Tagesschulen zueinander? In: Symposium "LernRäume - Bildung und Erziehung in Tagesschulen" an der SGBF-Konferenz "LernZeiten – Zeit für Bildung und Erziehung?". Fribourg. 26.-28. Juni 2017.

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In Tagesschulen besteht ein Versprechen, ausser-curriculare Aktivitäten, Betreuung und Unterricht anzubieten, dass eine optimale und ganzheitliche Förderung der Kinder gewährleistet ist. Durch diese Einrichtung soll zudem ein zentraler Beitrag zur Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Familie geleistet werden (Holtappels). In Form von «Bildungs- und Erziehungspartnerschaften» (Stange 2012) mit der Familie soll gemeinsam das Ziel der individualisierten Entwicklungsförderung verfolgt werden. An der Tagesschule treten somit nebst formaler Bildung, insbesondere der Vermittlung von Fachwissen und Kulturtechniken, auch non-formale und informelle Bildungsaspekte in den Vordergrund. Den Schulen kommen damit vermehrt Aufgaben und Rituale zu, welche traditionell im familiären Setting durchgeführt wurden (Schütz, 2015). Aus der Verlegung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben aus dem privaten Bereich der Familie in den Bereich der öffentlichen Erziehung (Ganztagsbildung), resultieren neue Aushandlungsprozesse über die Erwartungen und Rollen der Sozialisationsinstanzen Schule und Familie (Tyrell, 2007). Im vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Projekt „AusTEr – Aushandlungsprozesse der pädagogischen Zuständigkeiten in Tagesschulen im Spannungsfeld öffentlicher Erziehung“ werden die Gestaltung von Aushandlungsprozessen zu den Verantwortlichkeiten und die spezifischen Deutungen zur Ganztagsbildung zugänglich gemacht werden. Im Referat werden erste Ergebnisse aus der Analyse mittels grounded theory von Interviews von Schulleitenden, der Leitung Betreuung, Lehr- und Betreuungspersonen, Drittanbietenden, Eltern und Kinder an 4 Pilotschulen in der Stadt Zürich, welche unmittelbar vor der Einführung der Tagesschulen stehen, dargestellt. Obwohl die Veränderung der Schule zur Tagesschule als strukturell kleiner Schritt betrachtet werden kann, zeigen sich traditionell verhaftete Deutungsmuster auf unterschiedlichsten Ebenen. Der Aufbruch zu neuen LernRäumen erweist sich als grosser Schritt aus der Perspektive der Betroffenen. Aufgrund der räumlichen Nähe entstehen sowohl diffuse Zuschreibungen von Verantwortungen als auch neue professionelle Abgrenzungsbestrebungen.

Item Type:

Conference or Workshop Item (Paper)

Division/Institute:

Departement of Social Work
Departement of Social Work > Arbeitsschwerpunkt Soziale Sicherheit

Name:

Schuler, Patricia; Kappler, Christa; Chiapparini, Emanuela and Selmani, Kadrie

Language:

German

Submitter:

Emanuela Chiapparini

Date Deposited:

17 Dec 2019 16:27

Last Modified:

17 Dec 2019 16:27

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Additional Information:

Basiert auf der Publikation: Kappler, C., Chiapparini, E., & Schuler, P. (2016). Die gute neue Tagesschule in der Schweiz. Der Erziehungs- und Bildungsauftrag aus der Sicht der Professionen: All-Day Schooling in Switzerland. Social Workers and Teachers in multi-professional Cooperation and their professional Responsibilities. Schulpädagogik-heute, 7(13), 1–15. Retrieved from https://doi.org/10.21256/zhaw-1191

Uncontrolled Keywords:

371: Schulen und schulische Tätigkeiten; Tagesschule, Bildung, Schule, Lernen, Soziale Arbeit, Betreuung

URI:

https://arbor.bfh.ch/id/eprint/8618

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