Vorfussentlastung durch Schuheinlagen : Effekte unterschiedlicher Konstruktionsprinzipien.

Baur, Heiner; Merz, N.; Muster, A.; Fluckiger, G.; Hirschmuller, A. (2018). Vorfussentlastung durch Schuheinlagen : Effekte unterschiedlicher Konstruktionsprinzipien. Zeitschrift für Rheumatologie, 77(3), pp. 231-239. Springer Medizin Verlag 10.1007/s00393-017-0347-8

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Hintergrund Schuheinlagen- und Schuhmodifikationen werden zur Reduktion des plantaren Spitzendruckes eingesetzt. Die Effekte verschiedener Schuheinlagen und -konstruktionen zur Vorfußentlastung sind bisher unzureichend untersucht. Fragestellung Ziel war die Überprüfung des Einflusses von Einlagen- (retrokapitale Pelotte, Vorfußweichbettung, Kontrolle) und Schuhkonstruktionen (flexibel, steif) auf den Spitzendruck im Vorfuß. Material und Methoden In die Studie wurden 15 gesunde Probanden eingeschlossen. Die plantare Druckverteilung wurde mit einem In-Schuh-System während des Gehens (3,5 km∙h−1) auf einem Laufband gemessen und der durchschnittliche plantare Spitzendruck (kPa) im Vorfuß berechnet. Die hypothesenprüfende Statistik erfolgte mittels zweifaktorieller ANOVA mit Messwertwiederholung (Faktoren: Schuh, Einlage; α = 0,05). Ergebnisse Sowohl die Einlage mit retrokapitaler Pelotte als auch die mit Vorfußweichbettung führten im Vergleich zur Kontrolleinlage zu einer Reduktion des Spitzendrucks (p = 0,009). Zwischen den beiden Einlagen bestand kein Unterschied (p > 0,05). Der Schuhvergleich zeigte eine signifikant geringere Vorfußbelastung im steifen Schuh im Vergleich zum flexiblen (p = 0,0001). Im Mittelfuß führte die Pelotte zu einem Druckanstieg von 12 und 21 % gegenüber der Kontrolleinlage und der Weichbettung. Diskussion Eine Druckentlastung des Vorfußes kann mittels Weichbettung oder mittels retrokapitaler Pelotte erreicht werden. Durch die Pelotte resultiert jedoch auch ein erhöhter Spitzendruck im Mittelfuß. Die Schuhwahl ist entscheidend, da ein steifer Schuh den Spitzendruck im Vorfuß stärker reduziert als ein flexibler Schuh. Ob Metatarsalgiepatienten von den getesteten Interventionen klinisch profitieren, muss zukünftig eine prospektive Therapiestudie untersuchen.

Item Type:

Journal Article (Original Article)

Division/Institute:

School of Health Professions
School of Health Professions > Physiotherapy
School of Health Professions > Physiotherapy > Neuromuscular Control

Name:

Baur, Heiner0000-0002-4780-225X;
Merz, N.;
Muster, A.;
Fluckiger, G. and
Hirschmuller, A.

Publisher:

Springer Medizin Verlag

Language:

German

Submitter:

Admin import user

Date Deposited:

21 Aug 2019 08:49

Last Modified:

18 Dec 2020 13:27

Publisher DOI:

10.1007/s00393-017-0347-8

ARBOR DOI:

10.24451/arbor.5500

URI:

https://arbor.bfh.ch/id/eprint/5500

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